WM-BAR und Tor…

WORLD CUP FEVER IN THE STREETS OF BERLIN
Berlin / Carlo Wanka

WM-2014 on the streets of Berlin  – Foto C Wanka © BonMoT-Berlin Ltd.

Tor, Tor, Tor!!! Egal, welche Straße man lang schlendert, man kommt von einem Großbildschirm zum nächsten. In vielen Lokalen stehen sogar Beamer mit immensen Leinwänden zur Verfügung. In Regionen wie um die Simon-Dach-Straße im Friedrichshain oder dem Bergmann-Kiez sind die Gehwege zugepflastert mit Übertragungstechnik. Es ist auch sehr interessant, mit wie viel Kreativität die Anlagen konstruiert wurden. Da kommt es schon mal vor, dass ein Radfahrer ein Beamer-Untergestell foult und der empfindliche Lichtprojektor mit Getöse eine Bauchlandung macht. Bei Totalschaden darf der betroffene Gastronom erst mal wieder 800 Biere zu 3 Euro verkaufen, bevor der Gewinn den Kauf einer neuen Anlage zulässt. Oder es ist ein Fall für die Versicherung, allerdings nur, wenn man bei der GEMA und dem Ordnungsamt seine Anträge gestellt hat und diese genehmigt wurden, was in vielen Fällen nicht geschehen ist. Alles für die Fußballfreunde, na dann Prost!

Eine sehr gelungene Idee aus WM-BAR und Cocktail To Go konnte ich im Friedrichshain entdecken, auch wenn niemand Lust verspürte einen Drink zu ordern. Ein Hingucker war es auf jeden Fall.

Eine sehr gelungene Idee aus WM-BAR und Cocktail To Go konnte ich im Friedrichshain entdecken, auch wenn niemand Lust verspürte einen Drink zu ordern. Ein Hingucker war es auf jeden Fall.

Wer sich dem Gemache um die runde Lederkugel entziehen will, hat es dieser Tage nicht leicht, denn auch wenn ein Laden keine WM-Spiele überträgt, wird man trotzdem von den benachbarten Gastronomien beschallt.
WM-freie Zonen sind vorhanden, man muss sie nur suchen. Meistens findet man sie in Nebenstraßen oder Restaurants, die weiterhin Wert auf ihre gute Küche legen und in Bars, die die Konversation ihrer Gäste nicht unhöflich unterbinden.

Sportbegeisterung und Bars waren schon immer nahe miteinander verknüpft. Ob Boxen, Reiten, Tennis, Golf oder Segeln – zu jedem gibt es die geeignete Location. Einige Bars entwickelten sich sogar aus einem dieser Metiers. Ohne Tennisübertragungen konnte man bei Charles im alten Schumann’s in München keinen Drink am Tresen nehmen. Da lief ein kleiner Fernseher, so dezent es ging, so lange das Spiel eben dauerte. Im Rocchigiani am Savignyplatz in Berlin wurde jeder Fausthieb ausgestrahlt, und man war schon sehr bemüht nicht als Opportunist aufzufallen. Oft haben sich Barbetreiber Sportler oder Sportarten als Thema gewählt, zum Beispiel das James T. Hunt (charismatischer Formel 1 Weltmeister 1976) oder Edmoses (Hürdenläufer) – beide in München.

Sportbars, wie sie sich heute präsentieren, in denen in jeder Ecke sämtliche Events auf einen niederprasseln, haben allerdings ihre eigene Nische entwickelt. Mehr als ein Bier und ein Korn, Bockwurst mit Senf und Hackbällchen ist nicht im Repertoire zu erwarten. Viele gehören den gleichen wie diese tausende von Casinos, die nur als Automatenhöllen fungieren. In einigen finden illegale Wetten statt, und es ist nur ratsam von vorneherein wegzubleiben oder seine Wettschulden auszugleichen.

Wessen Herz für die WM 2014 schlägt, der kann sich in Berlin an vielen schönen Orten bei Public Viewings amüsieren und mitfiebern.

Ein gute Auflistung findet man hier

WM 2014 - strahlende Gewinner  – Foto & Collage C Wanka © BonMoT-Berlin Ltd.

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